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Rezension zur TristanfantasieVia Henk Neugarten bekam ich eine neue Doppel-CD des Pianisten Stefan Mickisch in meinen CD-Spieler. Dieses Jahr gab es eine neue Produktion von Tristan und Isolde in Bayreuth. Stefan Mickisch hat in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk eine eindrucksvolle Zusammenfassung dieses Werk gemacht. Sehr speziell ist, dass Mickisch ausserdem auch Musik aus eigener Hand spielt. Er spielt Fugen über zwei Melodien aus dem Tristan, genau die Melodien, die ganz und gar ohne Begleitung stattfinden: das Solo des Jungen Seemanns und das Solo des Englischhorns, die Hirtenweise aus dem dritten Akt. Diese Fragmente allein rechtfertigen schon den Kauf dieser CD. Mickisch spielt manchmal jazzy, zitiert aus dem Finale der 5. Symphonie von Bruckner, oder lässt Wagners eigene Basslinie in einen musikalische Kontext zwischen Bach und Duke Ellington zurückkehren. Sehr fesselnd, um es wiederholt anzuhören. Grossenteils paraphrasiert Mickisch auf seine eigene Art Szenen der Oper. Das Orchester und die Gesangsstimmen vermisse ich hier nirgendwo. Es ist als ob Wagner es alles so gemeint hat. Eine erstaunlich schöne CD vom Meisterpianisten Stefan Mickisch mit reizender Musik. Johan Maarsingh,
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