Bücher und Schriften von Richard Wagner

es schadet nicht, wenn man sie kennt

„Die deutsche Oper“ - „Der Virtuos und der Künstler“ -  „Über die Ouvertüre“ -  „Halévy und die Französische Oper“ - „Eine Pilgerfahrt zu Beethoven“ -  „Zu Beethovens Neunter Symphonie“ – „Der Nibelungen-Mythos als Entwurf zu einem Drama“ – „Die Wibelungen“ : Weltgeschichte aus der Sage“ – „Die Revolution“ – „Der Mensch und die bestehende Gesellschaft“ – „Die Kunst und die Revolution“ – „Wie verhalten sich republikanische Vorstellungen dem Königtum gegenüber?“ – „Deutschland und seine Fürsten“ -  „Das Kunstwerk der Zukunft“ – „Das Künstlertum der Zukunft“ -  „Kunst und Klima“ – „Das Judentum in der Musik“ – „Oper und Drama“ – „Eine Mitteilung an meine Freunde“ – „Über Staat und Religion“ –  „Das braune Buch“ -  „Deutsche Kunst und Deutsche Politik“ – „Über das Dirigieren“ – „Beethoven“ – „Was ist deutsch?“ – „Wollen wir hoffen?“ – „Religion und Kunst“ – „Das Bühnenweihfestspiel in Bayreuth“ – „Über die Benennung „Musikdrama““ – „Heldentum und Christentum“ – „Über das Männliche und Weibliche in der Kunst“ – „Über das Weibliche im Menschlichen“

—Briefwechsel Wagners

mit Franz Liszt, König Ludwig II., Mathilde Wesendonck, Hans von Wolzogen und vielen anderen Zeitgenossen, vielerlei Ausgaben

 

besonders empfehlenswert: „Cosima Wagner und König Ludwig II.. – Briefe“  - Zum ersten  Mal vollständig herausgegeben von Martha Schad, 2004

Bücher zu Richard Wagner im Allgemeinen :

Eliza Wille  „Erinnerungen an Richard Wagner“, 1886

 

Cosima Wagner  „Die Tagebücher“ (4 Bände)

 

Friedrich Nietzsche “Richard Wagner in Bayreuth“,  1876  -    „Der Fall Wagner“,  1888 (sehr lesenswert wegen der Gegnerschaft zu Wagner)  -  „Nietzsche contra Wagner“,  1889

Nietzsche ist einer der größten Geister der Weltgeschichte. Auch wenn viele seiner Argumente sehr persönlich gefärbt, teilweise boshaft und falsch sind, sind sie lesenswert, wichtig und nachdenkenswert. Es gibt keine Aussagen von Nietzsche, die uninteressant wären.

 

George Bernard Shaw  „The perfect Wagnerite“, 1896

Klassiker. Hat als erster das kommunistische, links-politische Kaliber Wagners entdeckt. Überdies sehr witzig.

 

Rudolf Steiner  „Die okkulten Wahrheiten alter Mythen und Sagen“,  1904-1907

 

Max Heindel   „Die Mysterien der großen Opern“, 1910

 

Paul Stefan   „Feindschaft gegen Wagner“, 1914

 

Thomas Mann  „Über die Kunst Richard Wagners“,  1911  -  „Wie stehen wir heute zu Richard Wagner“,  1927   -   „Ibsen und Wagner“, 1928   – „Leiden und Größe Richard Wagners“ , 1933  -  „Richard Wagner und der „Ring des Nibelungen“", 1937 - „Zu Wagners Verteidigung“,  1940    -  „Wagner und kein Ende“,  1949

alles höchst geistvoll. Interessant der Schwenk vom sehr kritischen Wagner – Skeptiker 1911 und 1927/28 bis zum leidenschaftlichen Verehrer in den späteren Aufsätzen, all dies natürlich auf der Grundlage häufigster Wagneropern-Besuche in Thomas Manns Jugendzeit und entsprechender Detailkenntnis der Werke.

 

Theodor W. Adorno  „Versuch über Wagner“, 1952

kritisch und geistvoll, gleichwohl überschätzt. Adorno hatte - trotz all meiner persönlichen Wertschätzung seines philosophischen und musikalischen Einblicks und seiner Formulierungsgabe - kein Gefühl für Wagner, ja man muß vielleicht sogar sagen, kein Gefühl für Musik

 

Kurt Overhoff   „The germanic-christian myth of Richard Wagner“,  1955

 

Julius Otto Hartmann  „Die Esoterik im Werk  Richard Wagners“,  1960

 

Curt von Westernhagen  „Richard Wagners Dresdener Bibliothek“, 1966

was für ein hochgebildeter Mensch, der Richard Wagner!

 

Carl Dahlhaus  „Richard Wagners Musikdramen“,  1971

 

Alice Sokoloff  „Cosima Wagner“, Biographie, 1973

 

Ernst Uehli   „Die Geburt der Individualität aus dem Mythos als künstlerisches Erlebnis Richard Wagners“,  1973

 

Dietrich Fischer-Dieskau   „Wagner und Nietzsche  - Der Mystagoge und sein Abtrünniger“, 1974

 

Festspielnachrichten, Beiträge 1957 – 1982 (Pachl, Rappl, Eger, Bergfeld, Conrad, Brunner, Valentin u.a. Autoren)

 

Peter Wapnewski  „Der traurige Gott – Richard Wagner in seinen Helden“,  1978

 

Martin Gregor-Dellin / Rolf Stemmle   Biographie „Richard Wagner“, 1980

Standardwerk

 

Wagner „Mein Denken“, hg. von Martin Gregor-Dellin, 1982

Sammlung von Texten aus verschiedenen Aufsätzen Richard Wagners

 

Bryan Magee  „Aspects of Wagner“, 1968 / 1988

ungeheuer gutes Buch, knapp und lehrreich sowie genial-tiefsinnig, britisch gerade. Das wäre ein Einsteiger-Buch für jedefrau / jedermann, vor allem für die deutschen Feuilletons und Kritiker.

 

Richard Wagner Jahrbücher der Wagner Gesellschaft Graz

 

William O. Cord  „An Introduction to Der Ring des Nibelungen“, 1983 / 1995

 

William O. Cord  „201 Questions (And Answers) On Richard Wagners  Der Ring Des Nibelungen“, 1991

 

Joachim Kaiser  „Mein Leben mit Wagner“, 1990

 

Frederic Spotts   „Bayreuth – A History Of The Wagner Festival“, 1994

 

Egon Voss  „Wagner und kein Ende“, 1996

sehr guter Fachmann

 

Walter Schertz-Parey  „Richard Wagners Dichtkunst“, 1998

 

William Berger  „Wagner Without Fear“, 1998

Lustig!!

 

Peter Bassett  „A Ring for the Millenium – A Guide to Wagner´s Der Ring Des Nibelungen“, 1998

 

Manfred Eger  „Nietzsches Bayreuther Passion“, 2001

Sehr wichtiges Buch sowohl in Bezug zu Wagner als auch zu Nietzsche

Manfred Eger räumt auf akribische, umsichtige Weise, unschlagbar kenntnisreich und psychologisch tiefblickend mit vielen Klischees, die Nietzsches „Abfall“ von Wagner hymnisieren, auf.

 

Manfred Eger   „Wenn ich Wagnern den Krieg machte   .... Der Fall Nietzsche und das Menschliche, Allzumenschliche“, 1993  -  subsumiert in „Nietzsches Bayreuther Passion“

 

Rolf Stemmle  Wagneropernführer im pocket-Format, und sprachliche Beschreibungen aller Wagnerschen Musikdramen,  ab 1990

 

Jürgen Lodemann  „Siegfried und Krimhild“, 2002

Äußerst spannende Nachdichtung der großen Liebesbeziehung, wie sie dem Nibelungenlied (nicht der Wagnerschen Tetralogie) entspricht, sollte gelesen werden, ist abenteuerlich, geistvoll-modern und lehrreich.

 

Udo Bernbach  „Der Wahn des  Gesamtkunstwerks“, 2004

Sehr wichtiges und gutes Buch, hier ist endlich jemand, der Wagners Schriften genau kennt und alle einordnen kann – die Lektüre erfordert jedoch viel Grips vom Leser. Belegt, daß man komplizierteren Phänomenen wie Wagner nicht mit einfach-pauschal-verkürzenden pseudowissenschaftlichen Vorurteilen und Vorverurteilungen beikommt. Auch der vieldiskutierte Aufsatz Wagners über „Das Judentum in der Musik“ wird hier – meiner Meinung nach - erstmals richtig bewertet.

 

Barry Millington   „The Wagner Compendium“, 1992

sehr gut, wirklich nützlich

 

Ulrike Kienzle  „Daß wissend würde die Welt!“ , 2005

Hervorragende Musikwissenschaftlerin und Wagnerkennerin

 

Constantin Grun  „Arnold Schönberg und Richard Wagner“, 2006

Super! Umfangreich, keine Kleinigkeit! Anspruchsvoll

 

Konrad Bach  „Wagner und die Religion“, 2006

 

Peter Steinacker   „Wagner und die Religion“, 2008

Steinackers Buch ist zu diesem Thema die wesentlichere und umfangreichere Arbeit

 

Jutta Georg-Lauer  „Dionysos und Parsifal  -  Eine Studie zu Nietzsche und Wagner“, 2011

zu theoretisierend

 

A.S. Byatt  „Ragnarök -  Das Schicksal der Götter“   

Poetische Einblicke einer Dichterin

 

„Das Wagner Lexikon“, Laaber-Verlag  2012

 

Christian Thielemann  „Mein Leben mit Wagner“, 2013

Unter den vielen Veröffentlichungen berufener und unberufener Geister zum Wagner-Jubiläumsjahr 2013 ragt Christian Thielemanns erstes Buch „Mein Leben mit Wagner“ negativ heraus. In diesem Buch kommt – merkwürdig genug – einerseits ein zu geringes Wissen über Richard Wagners Werk und Person zum Ausdruck, und andererseits herrscht eine zu große Einseitigkeit nur für Richard Wagner. Es fehlen Weite, Größe, Bedeutung, Kraft und Gewicht, Inspiration, aber auch Details und Delikatesse. Es ist keine Grundaussage vorhanden (und das ist die Grundaussage), es handelt sich um ein reines „Karrierebuch".

 

Unikum:

Ernst von Pidde   „Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ im Lichte  des deutschen Strafrechts“, 1933 / 2003

Sehr scharfsinnig, witzig und empfehlenswert! Ein Hammer!

 

Mythologie der Germanen

(zum Verständnis von Wagners „Ring“ unverzichtbar):

 

P. Cornelius Tacitus  „Germania“, 98 n.u.Z., (Hg. von Manfred Fuhrmann 1971)

 

„Thidrekssaga“

 

„Das Nibelungenlied“ (Herausgabe Friedrich Heinrichs von der Hagen 1810, sowie einschlägige weitere Veröffentlichungen dieses Autors)

 

„Prosa-Edda“ (Snorri Sturluson, 1230)  

 

„Lieder-Edda“ (seit 874, Besiedelung Islands)

 

„Germanische Götter- und Heldensagen“ (verschiedenste Ausgaben)

 

Die Herausgaben und Arbeiten des Altphilologen und Germanisten Karl Konrad Friedrich Wilhelm Lachmann im 19. Jhdt.

 

Jakob Grimm   „Deutsche Mythologie“, 1835 

 

Karl Simrock  „Handbuch der deutschen Mythologie“, 1878

 

Elard Hugo Meyer  „Mythologie der Germanen“, 1903 

unverzichtbar – was haben doch diese Leute damals gewußt!

 

Wolfgang Golther  „Handbuch der Germanischen Mythologie“, 1908

ebenso gut. Entweder dieses oder das obige Buch von Meyer müssen Sie haben! Sonst keine Kenntnis der Germanen und ihrer Vorstellungen möglich!

 

Eugen Mogk  „Germanische Religionsgeschichte und Mythologie“, 1927

 

Helmut Berndt  „Die Nibelungen“, 1979

 

Walter Hansen  „Asgard – Entdeckungsfahrt in die germanische Götterwelt“,  1985

 

Rudolf Simek   „Lexikon der germanischen Mythologie“, 1984/1994

sehr nützlich!

 

Reinhold Kaiser  „Die Burgunder“, 2004

 

P.M. History  „Das geheimnisvolle Leben der GERMANEN“, 2005

 

Uwe Kersken, Helfried Spitra   „Die Germanen“, 2007

 

Heinz Ritter-Schaumburg   „Die Nibelungen zogen nordwärts“,  2007

nicht empfehlenswert, abwegige Thesen

P.M. History  „Die Welt der Kelten und Germanen“, 2008

 

Reclams „Lexikon der germanischen Mythologie und Heldensagen“, 2010

Fachspezifische musikwissenschaftliche Wagnerliteratur, bezogen auf den „Ring des Nibelungen“ incl. der jeweiligen Motivanzahl:

Hans von Wolzogen „Thematischer Leitfaden zum Ring des Nibelungen“,  1876 (90 Motive)

Maßstabgeber, zu Unrecht bis heute verunglimpft. Wolzogens Kritiker wußten/wissen nicht 10 Prozent dessen, was er drauf hatte, falls sie überhaupt in der Lage waren/sind, verschiedene Motive voneinander zu unterscheiden...

 

Gottlieb Federlein  1871/72   Aufsätze zu „Rheingold“ und „Walküre“ anläßlich der Münchener Uraufführungen mit Angabe von Leitmotiven

Gesamtzahl der Leitmotive liegt unter der von Wolzogen angegebenen, die Original-Literatur ist mir leider nicht verfügbar

 

Hermann Freiherr von der Pfordten  „Handlung und Dichtung der Bühnenwerke Richard Wagners“, 1890 / 1914   daraus: Der Ring des Nibelungen (38 Motive)

 

Gustav Kobbé  „Wagner´s Life and Works“, 1890 (71 Motive beim Nibelungenring) 

 

Otto Neitzel  „Richard Wagners Opern  - Der Nibelungenring“, 1893 / 1983    (90 Motive)

 

Max Chop „Vademecum für Wagnerfreunde - Der Nibelungenring“, 1893 (116 Motive)

 

August Göllerich   „Wagners Bühnenfestspiel Der Ring des Nibelungen“, 1897 (108 Motive)

 

Arthur Smolian  „Richard Wagners Der Ring des Nibelungen“, 1901 (114 Motive)

diese Leute Neitzel, Chop, Göllerich, Smolian waren wirklich „fit“

 

Richard Sternfeld  „Zur Entstehung des Leitmotivs bei Richard Wagner“

 ( 1907) sowie seine Entgegnung auf Kritiker seines Artikels (1907)

 

Alfred Lorenz  „Der Ring Des Nibelungen  -  Der Musikalische Aufbau“,  1924

tiefschürfende formale Analysen. „Leitmotive“ im Sinne Wolzogens u.a. werden genannt.

 

Felix Groß   „Der Mythos Richard Wagners“, 1931 (45 Motive beim Nibelungenring)

 

The 1927 – 1932 „Potted“ Ring Cycle (HMV)  (90 Motive)

 

Kurt Overhoff  „Die Musikdramen Richard Wagners  - Der Ring des Nibelungen“, 1967  (85 Motive)

sehr geistvoll

 

Erich Rappl   „Wagner Opernführer“, 1967  „Der Ring des Nibelungen“ (110 Motive)

mein würdiger Vorgänger in Bayreuth, er hatte es ebenfalls „drauf“, große Tiefenkenntnis, knappe, uneitle Diktion

 

Robert Donington  „Richard Wagners Ring des Nibelungen und seine Symbole“, 1963 / 1976   (91 Motive)

 

Deryck Cooke  „An Introduction To The Ring“ (Beiheft zum Solti-„Ring“ , 1968)

Deryck Cooke  „I Saw The World End“, 1979   (59 Motive)

beide Cooke´schen Werke sind fachlich hervorragend, angelsächsisch nüchtern, objektiv und wissenschaftlich sauber

 

Friedrich Oberkogler  „Vom Ring zum Gral“, 1978  (67 Motive für den Nibelungenring)

die esoterische Sichtweise im Sinne Rudolf Steiners, sehr erhellend

 

Kurt Pahlen gab alle vier „Ring“-Opern in der Reihe „Opern der Welt“  als Erklärungsbücher mit Text, Motiven, Geschichte usw. heraus   Goldmann-Schott, 1982/83 (90 Motive)

äußerst brauchbar

 

Wolfgang Perschmann  „Die optimistische Tragödie“, 1986 (110 Motive)

sehr gut, bewundernswert. Einer, der die Musik genau kennt, und ebenfalls einen tiefen, eher esoterischen Blick aufweist.

 

M. Owen Lee   „Wagner´s  Ring – Turning the Sky Round“ (1990)

(24 Motive)

 

Peter Wapnewski  „Weißt Du Wie das Wird  -  Richard Wagner  Der Ring Des Nibelungen“,  1995  (ca. 60 Motive) 

 

Jim Holman  „Wagner´s Ring“, 1996 (145 Motive) 

 

Peter Rümenapp  „Zur Rezeption der Leitmotivtechnik Richard Wagners   im 19. Jahrhundert“, 2002 (70 Motive beim Nibelungenring)

 

Uwe Faerber  „Ersichtlich gewordene Taten der Musik“, 2003  (100 Motive)

sehr gut

 

Christian Thorau   „Semantisierte Sinnlichkeit  - Studien zu Rezeption und Zeichenstruktur der Leitmotivtechnik Richard Wagners“, 2003

 

Christian Berger  „Leitmotive in den harmonischen Kraftfeldern von Wagners „Rheingold“, 2004

unnotwendig

 

Peter Berne  „Apokalypse - Musik und geistige Aussage des Ring“, 2006 (83 Motive)

 

Nora Weyer  „Die Geburt der Filmmusik aus Wagners Musikdrama“, 2007

unnotwendig, trotz des höchst interessanten und berechtigten Themas!

 

Danko Drusko   „Ein Diskurs über Leitmotive und ihre Anwendung in R. Wagners „Ring der (!) Nibelungen“ und J. Williams´“Star Wars“  (2010?)

darüber müßte man eine wirklich gute Arbeit schreiben! Auch hier liegt ein in hohem Grade berechtigtes und interessantes Thema vor.