Presse

PRESSE etc
Mit der Presse arbeite ich generell nicht, da sie in aller Regel (vor allem die „großen“ Zeitungen) eine Kombination darstellt von Falschaussagen, Verschweigen von Wichtigem, Bemüllung durch Unwichtiges, und die Ansprache niederer Instinkte. Auch die Leser sollten sich Zeitungen nicht aussetzen und besser Epikur und Nietzsche lesen. Sich mit Erstquellen befassen, nicht mit „Meinungen“ Manipulierter und Manipulierender.
Jedoch – es gibt „Intellektuelle“, die glauben, durch das Lesen von Zeitungen würden sie Informationsfortschritte machen, „auf der Höhe sein“ usw. Das Gegenteil ist der Fall. Das Lesen von Zeitungen garantiert, geistig und vom Wissen her auf niedriger Entwicklungsstufe zu verharren.
Mein Bruder sagte vor vielen Jahren, als wir einmal darüber sprachen: „Ja, aber die NZZ, die FAZ …- „ – Nun, gerade diese großen Zeitungen sind negativ. Wie auch nicht? Wer schreibt in der „Zeit“, der „Welt“, der „SZ“? Nur Gescheiterte. Wenn ich schreiben kann, schreibe ich den „Doktor Faustus“ von Thomas Mann.
Wer ist gescheitert? Als Beispiel für alle deutschen Kultur- JournalistInnen der Vergangenheit und Gegenwart : Joachim Kaiser. Was wollte Kaiser? Pianist werden. Aber er spielte so schlecht, daß er an der Münchner Musikhochschule „selmalst“, obwohl es so viele Plätze gab, nicht einmal die Aufnahmeprüfung schaffte (Klavierklasse Rosl Schmid). Was tat der Frustrierte dann? Kritiken schreiben. Was nahm er versteckt? Gelder von Künstlern und Managern für „Wohlwollen“. – Tarif 8.000.- DM. Habe ich lange nicht gewußt. Ich habe einmal Kaiser klopfen gehört im Gasteig, es war ungeheuer, jeder Zuhörer hätte 8.000.- DM Schmerzensgeld erhalten müssen. Die SZ macht(e) solche Sachen möglich.
Was  heute, 2018, tun? Zuerst FAZ SZ ZEIT WELT NZZ usw usf abbestellen, falls Sie so etwas noch haben. Geistiger und materieller Müll. Lesen Sie 1 Mal in der Woche die „Bild-ZEITung“. Da steht alles drin, mit dem Vorteil, daß man schnell durch ist. Viele Bilder und wenig Text. Danach haben Sie ZEIT, Nietzsche, Schopenhauer und David Hume zu lesen. DAS bringt Sie voran.

FERNSEHEN
Die Fernsehprogramme in Deutschland und weltweit sind zu schlecht, um sie anzuschauen. Für die Fernsehmoderatoren (Kleber, Zlonka usw) gilt das oben bei PRESSE Gesagte. Sie tragen selbstgefertigte Heiligenscheine, die vom Bildschirm heraustropfen.
Rudolf Steiner äußerte vor 100 Jahren, man müsse Zeitungen „gegen den Strich“ lesen, um herauszufinden, was tatsächlich los sei. So muß man heute mit Nachrichten (heute-journal etc) verfahren. „Gegen den Strich“ anschauen. Das Gegenteil von dem, was gesagt wird, trifft meistens zu. Medien rechnen mit der Dummheit und Ungebildetheit der Leser - und Zuseher - Schafe. Das können Sie jederzeit ändern.
Was ist wichtig? Das erfahren Sie im Café und sehen Sie selbst, wenn Sie herumgehen und mit allen möglichen Leuten sprechen.
Heißer Tip : Heimkino, mit Stan und Ollie-DVDs, französischen Filmen mit Cathérine Deneuve und Gerard Dépardieu (möglichst alles in Originalsprache), den Fußball-Schlager Deutschland-Italien das 3:4 von 1970 in schwarz-weiß mit Franz Beckenbauer (Schlinge im Arm). Diese Sachen „bringen es“, das deutsche Fernsehen geben Sie besser auf die Halde.

HÖRFUNK
Fast nichts mehr, wovon man lernen könnte. B 4 auch sehr schlecht geworden, lauter Fetzen. Dafür ein von Beethoven geklautes, doof aufgebrezeltes, monoton-artifizielles Es-Dur-Signal, elektronisch unnatürlich, mit idiotisch verfertigten Endnoten, das immer wieder nervt. Höridiotie beim BR München. Ausschalten, CDs rein.

INTERNET
Das Internet ist ein erheblicher Fortschritt in der menschlichen Gesellschaft. Es behindert den Einfluß der Medien, und kann ihn egalisieren. Die/der Einzelne kann sich heute individuell bemerkbar machen und äußern. Sie/er braucht keine „Zwischenträger“ mehr zur Botschaftsverfälschung. Natürlich bestehen auch Gefahren, etwa, daß Idiotentum sich unmittelbarer artikulieren kann. Digitalisierung und Globalisierung bedeuten ja letztlich nur die weltweite Zusammenführung des Idiotentums, was aber nicht in der „Natur“ des Internets, sondern in derjenigen des Menschen liegt. Dennoch überwiegen beim Internet bei weitem die Vorteile.

WEITERES NÜTZLICHES
Was sehr viel bringt ist der Besuch von Hochschulvorlesungen, etwa bei Paul Liessmann in Wien, oder bei Peter Sloterdijk in Karlsruhe und Tübingen. Dabei mit den jungen Studenten ins Gespräch kommen. Und sich mit den (Hör-) Büchern dieser höchstqualifizierten Professoren befassen. Auch von Martin Heidegger gibt es CDs, die äußerst interessant sind (Original-Vorlesungen). Darüber hinaus Philosophische „Pflichtlektüre“, die Sie gegenüber Medien allgemein immun macht :
Platon/Sokrates „Apologie“ - Alles von Epikur (Vieles von Lukrez überliefert) – Erasmus von Rotterdam „Laus stultitiae“ – Immanuel Kant „Zum Ewigen Frieden“ – Arthur Schopenhauer „Aphorismen zur Lebensweisheit“ – Friedrich Nietzsche „Ecce homo“ und „Antichrist“ (bei Nietzsche muß man „hinten“ anfangen, der „Zarathustra“ ist zu schwierig)  - Karl Jaspers „Die vier maßgebenden Menschen“.

ZU SCHLECHTER LETZT :  ANTIJUDAISMUS/ANTISEMITISMUS
Derselbe ist eine Erfindung und ein Produkt des Christentums. Dazu muß man sich nur genau mit den Evangelien, der Apg, den Konzilsbeschlüssen, der Kirchen- und Papstgeschichte, dann vor allem Martin Luther (ein grimmiger Antisemit, und auch sonst ein Hohlkopf ohnegleichen, man lese die „Tischreden“) befassen. Auch den Koran muß man studieren, um den arabisch-moslemischen Antisemitismus zu begreifen, der bis heute ungebrochen, und deswegen wieder auch in Deutschland, herrscht. „Das schlechteste Buch der Weltgeschichte“ (Arthur Schopenhauer). Ich schätze niemanden, der dieses Buch nicht gelesen hat. –
Man darf den weltweiten Antisemitismus in der zweitausendjährigen Geschichte von Paulus bis heute betrachten, und sich nicht nur auf Dinge oder Personen - prominentes Beispiel Wagner - beschränken, die man nicht kennt. Die Deutschen lieben es seit einigen Jahrzehnten, ihren eigenen großen Leuten der Vergangenheit und der Gegenwart Schaden zuzufügen, was Engländern, Franzosen, Italienern u.a. niemals einfallen würde und jemals eingefallen ist. Immer die Relationen behalten und die großen Linien sehen. Und die Erstquellen, wie gesagt.
Antisemitismus ist eine sehr dumme Einstellung, die durch falschen „Glauben“, Ausgrenzungswahn, Neid gegenüber Hochqualifizierten, „Vorsehungs“-Geschwafel (etwa von Luther oder Hitler) durch die letzten 2000 Jahre getragen wurde. Weg damit!  
Und, viele manipulierte, ungebildete Deutsche von heute, sollten damit aufhören, sich selbst „fertig zu machen“. Soviel ich weiß, habe ich, beispielsweise, nie einen Juden verfolgt. Diese Frage dürfen Sie sich auch stellen. Jüdische Komponisten/Literaten usw sind Weltspitze, höre meine CDs : Fanny und Felix Mendelssohn, Jacques Offenbach „Hoffmanns Erzählungen“, Die Walzer-Strauß-Dynastie (Fernsehen), Erich Wolfgang Korngold „Die Tote Stadt“ (6 ! CDs), Franz Schreker „Der Ferne Klang“, Sigmund Freud (CD 5 der „Toten Stadt“). Von Freud und Stefan Zweig habe ich alles gelesen, was sie geschrieben haben. Über Mendelssohn, Gustav Mahler und Arnold Schönberg spreche ich seit 25 Jahren. –
Daß man der weltweit beste Wagner-Interpret ist (was ich hiermit von mir behaupte), heißt nicht, daß man andere Komponisten nicht auch beherrscht, im Gegenteil. Weder vom Repertoire her, noch vor, noch während (1995 bis 2014), noch nach meiner Bayreuther Zeit habe ich mich - zur Überraschung vieler Unkundiger, gerade auch Bayreuther und deren unelastischer Zeitung - auf Wagner verengen lassen. Meine Stichworte auf allen Ebenen lauten: Qualität, Universalität, und Integrität. Alles andere ist für mich uninteressant.
Bei meinen Konzerten und Vorträgen in fast allen Ländern der Welt, auch in Englischer, Japanischer und Französischer Sprache, konnte und kann ich feststellen, daß die zunehmende Bereitschaft Deutschlands, sich und seine Kultur selbst zur Disposition zu stellen, keineswegs verstanden wird.