. . . .
     
       
  Home

aktuell 
news

Konzertkalender
Concert dates

Einführungsvorträge
Bayreuth
Bayreuth Lectures

CDs
Bestellformular
CD order

Pressespiegel
Press reviews

Biografie
Persönlichkeit
Steckbrief

in english
en francais
in italiano

Fotoalbum Photographs

Kontakt / Contact

Links

Impressum
 
"Die Zauberflöte" charmant enträtselt
Stefan Mickisch in Banz
Neue Presse Coburg - 28.11.2006 - von Marius Popp
 

Im 3. Konzert der Reihe „Kammerkonzerte auf Kloster Banz" enträtselte der internitional bekannte Stefan Mickisch im voll besetzten Kaisersaal „Die„Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart. Es war mehr als ein Genuss, ihm, seinen Erläuterungen und seinem Klavierspiel zuzuhören.

Seit 1998 gibt Mickisch Gesprächskonzerte zu Opern vom Richard Wagner während der Bayreuther Festspiele und genießt mittlerweile Kultstatus. Weltweit sorgen seine Einführungen zu Opern und Symphonien für riesige Erfolge. Seine Einführungskonzerte zu Mozarts „Zauberflöte" hat er bereits wiederholte Male in Wien vor mehreren Tausend begeisterten Zuhörern gegeben.

Charmant, witzig, fundiert, spannend und charaktervoll war seine Einführung, immerhin der erste Teil gut eineinhalb Stunden lang. Geschichtliche und mystische Aspekte wurden plastisch erläutert. Besonders reizvoll gerieten die transparenten Vergleiche zwischen Mozart und anderen Komponisten, die sich gegenseitig musikalisch befruchteten, indem sie Themen teilweise vollständig übernahmen. So findet sich der dreigliedrige Säulenbeginn der Zauberflöte mit den mächtigen Akkorden in Beethovens „Eroica", Bruckners „4. Symphonie" oder Mussorgskys „Das große Tor aus Kiev" aus „Bilder einer Ausstellung" in Aufbau und Tonart wieder. Mozart selbst kopierte gar einen kompletten Themensatz mit Aufbau einer Sonate. von Muzio Clementi, die rund zehn Jahre vor der „Zauberflöte" entstand, und aus der Rossini etwa 25 Jahre später den gleichen thematischen Aufbau und die Figuration in seiner Oper „Der Barbier von Sevilla" verwendet.

Mickisch spielte Teile der drei Kompositionen laufend nacheinander und machte darauf aufmerksam, welche Komposition er gerade spielt.

So verglich er auch die drei Damen aus der „Zauberflöte" mit den drei Rheintöchtern von Richard Wagner. Bemerkenswert auch die Erläuterungen zu Papageno, dessen Tonart G-Dur als unbeschwert, heiter, lieblich und anmutig dargestellt ist. In dieser Figur steckt nämlich auch viel Mozart drin - dessen erstes Werk in G-Dur war. Viel von diesem Stück erklingt in einem der letzten Werke Mozarts durch die Figur Papagenos; beide Werke in göttlicher Leichtigkeit, welch ein Genie. Von hier führten Vergleiche zu Smetanas „Verkaufter Braut“, zum Bach-Choral „Jesu meine Freude“, aber auch zu Beethovens „Missa solemnis".

Zur Sprache kamen auch weitere Komponisten wie Orff mit der „Carmina Burana", Richard Strauss mit dem „Rosenkavalier" oder Bruckner mit seiner „5. Symphonie", die sich in Tonart, thematischem und rhythmischem Aufbau der „Zauberflöte" bedienten.

Für die lebendige Darstellung mit tiefsinnigen Deutungen der Texte, der Enträtselung verborgenen Mystik, der Tonarten mit ihren Bedeutungen und seiner Erläuterungen der Musiksprache unter dem Leitsatz „Musik als Leiterin in der Gesellschaft“ wurde Mickisch mit frenetischem Beifall gefeiert. Darauf bedankte sich der Pianist zunächst mit dem Schlussteil der 5. Symphonie von Bruckner und als zweite Zugabe mit dem Choral „Jesu bleibet meine Freude" von Bach.

 
 

Übersicht Pressespiegel

nach oben