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Mir eigenen
Transkriptionen und Fantasien führte Stefan Mickisch durch alle
12 Dur- und Moll-Tonarten. Schon bei „Tonarten und Sternzeichen"
(als CD erhältlich) zeigte Mickisch die Seelenverwandtschaft der
großen Opernfiguren auf, zuzuordnen dem jeweiligen Sternzeichen
und der dazu gehörigen Dur- oder Moll-Tonart. Bei diesem Konzert
hat Mickisch diese Zuordnung ausschließlich für Wagners Opern
erklärt. Im 1,Teil Es-Dur/c-moll (Steinbock) bis D-Dur/h-moll
(Zwilling), im 2.Teil A-Dur/fis-moll (Krebs) bis As-Dur/f-moll
(Schütze). Nach relativ kurzen erklärenden Worten zu Beginn
eines jeden Teil entführte Stefan Mickisch in eine Klangwelt,
die ihresgleichen sucht. Keine menschliche oder göttliche
Regung, die nicht mit aller Klarheit in diesen Transkriptionen
und Fantasien ihren Niederschlag fanden. Sei es nun Brünnhildes
strahlendes Erwachen in C-Dur (Siegfried) oder der Walkürenritt
in h-moll (Walküre), die Gegenspieler Lohengrin in A-Dur und
Ortrud in fis-moll (Lohengrin), immer sind es Gegensätze, die
einander wie Magneten anziehen und abstoßen, in allen ihren
Leidenschaften. Ganz abgesehen von der brillanten Technik, die
Stefan Mickisch noch in zwei Zugaben eindrucksvoll darbot, sind
es immer wieder die Zusammenhänge zwischen den Opern, ihren
Figuren, Komponisten und ihrer Zeit, welche plötzlich klar
werden und die Konzerte von Stefan Mickisch immer wieder zu
einem Ereignis werden lassen.
Gertraud Heilmann |