Richard Strauss - Salome - 2 CDs

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Produktinformationen "Richard Strauss - Salome - 2 CDs"

Stefan Mickisch spielt und erklärt:
Richard Strauss - Salome, Live-Mitschnitt vom Wiener Konzerthaus am 05.05.2013
Gesamtspieldauer 99'34''

Salome - Oper in einem Aufzug, op. 54
Mit seiner dritten Oper „Salome“ (nach „Guntram“ und „Feuersnot“) eroberte sich Ri- chard Strauss als Opernkomponist 1905 mit einem Schlag Weltgeltung. Er hatte be- reits seit 1888 mit orchestralen Tondichtungen („Don Juan“, „Till Eulenspiegels lustige Streiche“, „Also sprach Zarathustra“ und anderen) zusammen mit Gustav Mahler die Spitze der musikalischen Avantgarde seiner Zeit gebildet, lange bevor Arnold Schön- berg sein epochales Werk schuf.
Die Qualität jedes großen Opernkomponisten liegt neben seiner musikalischen, dra- matischen und formalen (Form bildenden) Kraft in der Objektivität gegenüber den Anliegen und Standpunkten der in seinen Opern auftretenden antagonistischen Figu- ren. Wir wissen von Richard Strauss, daß er lange nach Vollendung seiner „Salome“ gegenüber Stefan Zweig äußerte, er habe Jochanaan „jesuitisch“ und predigerhaft, im Grunde als Karikatur auf das Christentum, aufgefaßt und komponiert. Dieser brief- lichen Stellungnahme, die der Komponist sicherlich auch in Gesprächen vertreten hat, kann man letztlich nicht zustimmen, sobald man die Themen Johannes des Täufers = Jochanaans aus der „Salome“ hört (vor allem das Motiv des „Mystikers“). Es geht von ihnen eine große Kraft aus. Steigt man in die „Salome“ ein – quasi als „Newcomer“ – so beeindrucken Faßlichkeit und eher tonale Gebundenheit in der Figur des Jocha- naan wohl sogar mehr als die Motivkonstellationen der Prinzessin Salome. Dies ändert sich aber mit zunehmendem Kennenlernen dieser Musik. Salomes schlangenartige, opaleszierende Girlanden werden immer attraktiver, die Gefühlskraft ihrer Liebesthe- men im Schlußgesang überzeugt mehr und mehr. Am Ende fragt man sich wirklich – warum hat Jochanaan sie nicht angesehen, nicht beachtet, gar verflucht? Leuchtet man in diese Problemstellung hinein, tut sich der Riß auf, den die Leibfeindlichkeit eines Paulus und eines Augustinus in die Welt gebracht haben. Die Bemerkung Joch- anaans „Tochter Babylons! Durch das Weib kam das Unglück in die Welt. Sprich nicht zu mir“ (abgestützt durch die Bibel), kann wohl ernstlich nicht überzeugen.
Dies vermag eher noch Friedrich Nietzsches Schöpfungserklärung: „Gott war es lang- weilig, so schuf er die Erde. Immer noch langweilte er sich, und schuf den Mann. Jetzt gab es schon zwei, die sich langweilten. Da schuf Gott die Frau, und mit der Lange- weile hatte es ein Ende....“
Stefan Mickisch

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