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Mickisch in Bayreuth

Stefan Mickisch · persönlicher Rückblick

Es hat mir große Freude bereitet, von 1998 bis 2014 durchgehend (mit einem Pausenjahr 2012) die jeweils 30 sommerlichen Matineen/ Einführungsvorträge vom Flügel aus zu allen Aufführungen der Bayreuther Festspiele zu gestalten.
Darüber hinaus gab ich auch begeistert vom Publikum aufgenommene Sonderkonzerte zu „Rienzi“, „Das Liebesverbot“, „Alle 10 Beethoven-Symphonien“, „Tonarten und Sternzeichen in der Musik“, ein Programm „Vom Ring zum Gral“, „die „Tristanfantasie“, „Die Ring – Finali“, „Tonarten und Sternzeichen bei Wagner“, “Das „Wagner – Geburtstagskonzert“ 2013“, „Robert Schumann und Jean Paul“ in der Stadthalle, etliche Konzerte im Hause Steingraeber zu Schumann , Debussy, Nietzsche, Brahms, Wagner, ebendort bei Steingraeber im „Richard Strauss – Jahr 2014 „Don Juan“ und „Till Eulenspiegel“, „Also sprach Zarathustra“, „4 Letzte Lieder“, „Tod und Verklärung, „Ein Heldenleben“, „Ariadne auf Naxos“, „Die Frau ohne Schatten“ und den „Rosenkavalier“.
Im Jahre 1995 bis 97 spielte ich im Markgräflichen Opernhaus insgesamt 4 Programme (darunter einen Liederabend mit Robert Holl). In Der Villa Wahnfried dürften es wohl etwa 10 Auftritte gewesen sein (eines davon mit live – Zuschaltung zum B4 Klassik), davon 2 für internationale Professoren aus verschiedenen Universitäten, in englischer Sprache. Die Doppel - CD „Auf Wagners Steinway“ nahm ich 2000 im Haus Wahnfried auf.
Hinzu zählten noch folgende Spielorte : einmal Rotmaincenter, einmal Schloß Thurnau.

2019 gab ich 11 Einführungsmatineen zu den Festspielen in der Buchhandlung Breuer.

Sodass ich alleine in Bayreuth von 1995 bis 2019 auf etwa 520 Konzerte zurückblicken kann.

Art der Vortragskonzerte :
Es ist richtig, daß seit 2004 (Schlingensief) und in der Folge den Produktionen von Katharina Wagner „Meistersinger“, „Tristan“ das Publikum berechtigterweise immer mehr „litt“, und langsam aber stetig die Festspiele dispensierten. Am meisten spürte ich das bei den vielen Voll-Wagnerianischen Ausländern, einem erklecklichen Teil meiner Vortrags-Stammgäste, die mich von meinen Tourneen aus GB, den USA, Hawaii, Canada, Venezuela, Australien, Neu Seeland, Japan, Südafrika u.a. Ländern her kannten. Sie waren werkgerechte Inszenierungen auf musikalischem Top – Niveau gewohnt und wurden vom Hügel mehr und mehr enttäuscht. Wertvolles Publikum brach weg, oder kam nur noch zu meinen Vorträgen, Viele „weinten sich bei mir aus“, das „wären ihre allerletzten Festspiele“, sie „könnten den Unfug nicht mehr ertragen“ etc., ob ich auf dem Hügel nichts im Sinne Richard Wagners ändern könne“-…. Das musste ich stets bedauernd verneinen, weil meine Matineen sowohl inhaltlich als auch kaufmännisch von mir selbst gestaltet waren, im Evangelischen Gemeindehaus. Da oben hatte ich Nichts „dreinzureden“. Dort ergab man sich dem „Regietheater“. Ich behandelte dagegen Wagners WERKE (die unerschöpflich genug sind), immer aus sich selber heraus, stets wieder anders, nie gleich, mit vielfältigen Bezügen zu anderen Komponisten, und Beschreibung der so wichtigen tonartlichen, modulatorischen und philosophischen Aspekte in den Texten, respektvoll, ehrenvoll, ja auch „heilig“, dann wieder mit ein paar Stegreifwitzen gepfeffert. An „neuen, aktuellen Inszenierungen“, wenn sie nicht wirklich ausnahmsweise einmal sehr gut waren, bin ich, wie auch die meisten Zuseher, uninteressiert bis genervt.

Wenn der Fall einer Wiederbesinnung der Bayreuther Festspiele auf WAGNERS OPERN wieder erfolgen sollte, und eine Einladung ausgesprochen werden würde, so würde ich in Bayreuth u.U. wieder aktiv werden.

Vielen Dank für Ihr Interesse, und herzliche Grüße
Ihr Stefan Mickisch

mickisch.de

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